Apfeltransporter unterwegs zum Mosten

Ein „Schwertransporter“ war unterwegs von Antholing nach Kleinesterndorf: Rund 80 Kilo Äpfel hatte die Klasse 3b der Grundschule Antholing aufgeklaubt und mit einem Leiterwagerl zur Mosterei gefahren. Die Äpfel wurden in den Streuobstbeständen der Familien Gasteiger und Messerer gesammelt und bei der Mosterei der Frau Greithanner zu 75 Liter Apfelsaft verarbeitet. Dort wurde den Kindern geduldig erklärt, wie diese moderne Saftpresse funktioniert und sie durften mithelfen beim Abfüllen des Saftes.  Im Umkreis von einem Kilometer um die Schule fanden Ernte und Verarbeitung der Äpfel statt. Somit hat die Schule ziemlich sicher den regionalsten Saft, den man sich vorstellen kann.

Die Mostaktion war der Höhepunkt des Projektes „Schule auf der Streuobstwiese“ mit dem der Landschaftspflegeverband Ebersberg e.V. und die Regionalvermarktungsinitiative Ebersberger Land den Grundschülern den ökologisch wertvollen Lebensraum Streuobstwiese begreifbar machen wollen. Denn mehr als 5000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten leben in diesen Biotopen, die besonders um Antholing das Ortsbild prägen.

Für die Buben und Mädchen schloss sich der Jahreskreis auf der Streuobstwiese: An vier Vormittagen vom Frühjahr bis zum Herbst besuchte Dipl. Biologin Renate Wenning die Klasse und erarbeitete mit ihnen alles rund um das Thema Streuobst. Angefangen von der Blüte über die Bedeutung der Bienen bis zu den vielen Tieren und Pflanzen, die in den Streuobstwiesen beheimatet sind, lernten die Kinder den Lebensraum kennen. Sie staunten nicht schlecht, als der Imker Andreas Stadler im Sommer ein lebendiges Bienenvolk mit in die Schule brachte. Die Klassenlehrerinnen Veronika Lechner und Michaela Knappik integrierten die Projekttage in ihren Unterricht und begleiteten die einzelnen Module.

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