Schulstunde auf dem Bauernhof

Die Klasse 2c der Grundschule Antholing ist zu Gast beim Milchviehbetrieb der Familie Hagenrainer in Baiern

22 Kinder laufen aufgeregt über den Hof der Familie Hagenrainer in Jakobsbaiern und bewundern die Kälber, Katzen und Kühe. Sie gehören alle zur zweiten Klasse der Grundschule Antholing und sind anlässlich des Weltschulmilchtags hier. „Wir wollen den Kindern heute erklären, wie gesund Milch ist und wo sie eigentlich herkommt“, sagt Ernährungsfachfrau Johanna Heigl. Mit Hilfe von Schaubildern erklärt sie, dass das Eiweiß in der Milch das Wachstum unterstützt, während Kalzium für kräftige Zähne und Knochen sorgt.

Dass Milch auch gut schmeckt, dürfen die Kinder anschließend bei einer Brotzeit mit Käse und Milch selbst ausprobieren. „Manche Kinder sind Milchprodukte von zu Hause nicht gewohnt und wissen anfangs nicht, ob sie diese mögen. Aber wenn sie erst einmal probiert haben, sind das meistens diejenigen, denen es am besten schmeckt“, erzählt Heigl.

Das sieht man beim bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ganz ähnlich. „Das Ministerium fördert den Weltschulmilchtag, und organisiert werden die Aktionen dann von den verantwortlichen Ämtern“, erklärt Anna Buchner. Sie ist die Schulmilchbeauftragte des Amtes für Ernährung in Ebersberg.

Sowohl die Grundschule Antholing als auch die Familie Hagenrainer hätten der Aktion sofort zugestimmt, sagt Buchner. Peter Hagenrainer kommt es vor allem darauf an, dass die Kinder selbst erleben, woher die Milch eigentlich kommt: „Ich möchte, dass die Kinder heute einen kleinen Einblick in die Landwirtschaft bekommen und sehen, was alles nötig ist um gute Milch zu produzieren. Dazu ist die artgerechte Unterbringung der Tiere genauso wichtig wie das richtige Futter.“

Deswegen bekommen die Schüler nach einer kurzen Pause eine Führung durch den Stall und den restlichen Hof. Sie dürfen den Kälbchen zu trinken geben und dem Melkroboter zuschauen.

   

Barbara Kronester, die Kreisbäuerin, erzählt, sie habe schon häufig Kinder mit der Vorstellung von der „lila Kuh“ erlebt, deren Milch aus dem Supermarkt kommt. Sie setzt sich dafür ein, dass wieder mehr Menschen einen engeren Bezug zur Landwirtschaft bekommen. Daher ist auch der Kreisbauernverband an der Förderung des Weltschulmilchtags beteiligt.

Die Kinder von der Grundschule Antholing wissen nach ihrem Besuch auf dem Milchviehbetrieb jedenfalls Bescheid. Darüber, wo die Milch herkommt und wozu man sie braucht: „Milch hilft beim Denken!“