Finale des Apfeljahres 2026

Höhepunkt des Projektes „Schule auf der Streuobstwiese“ war das Mosten der Äpfel in Kleinesterndorf. Etwa 100 Kilo Obst hatten die Kinder der Klasse 3c der Grundschule in Antholing gesammelt.

Die Kinder zogen die schwer bepackten Leiterwagen gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Michaela Knappik zur Mosterei.

In der Mosterei packten die 3. Klässler tatkräftig mit an: Sie schütteten die Äpfel in den Waschbottich und halfen beim Abfüllen des fertigen Saftes. Ein Schluck von dem frisch gepressten Saft durfte natürlich auch nicht fehlen.

Mit viel Geduld erklärten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mosterei den Kindern die Mostanlage und die einzelnen Arbeitsschritte.

Voller Stolz zogen die Schülerinnen und Schüler die 75 Liter Apfelsaft zurück in ihre Schule. Alle freuen sich schon auf die nächste Gelegenheit, wenn der köstliche „eigene“ Apfelsaft getrunken wird.

Besonders schätzen können die Kinder diesen Saft, weil sie sich seit dem Frühjahr viel Wissen über den Lebensraum Streuobstwiese angeeignet haben. Im Rahmen des Projektes „Schule auf der Streuobstwiese“ angeleitet von der Dipl. Biologin Renate Wenning, lernten die Schülerinnen und Schüler in vier Unterrichtsmodulen diese ökologisch wertvollen Biotope kennen. Von der Blüte über die Bedeutung der Bienen bis hin zur riesigen Artenvielfalt, lernte die Klasse viel Spannendes über dieses besondere Ökosystem. Sogar der „Bienen Sepp“ aus Kleinhöhenrain war mit seiner Schauwabe zu Besuch.

Ziel dieses Projektes ist es, schon bei den Kindern das Bewusstsein für den besonderen ökologischen Wert der artenreichen Streuobstwiesen zu schaffen, die es rund um Antholing noch in großer Vielfalt gibt. Daher hat der Landschaftspflegeverband Ebersberg die Trägerschaft für das Projekt übernommen.

Besonders wichtig für die „Schule auf der Streuobstwiese“ ist, dass die Kinder die traditionellen Obstsorten als regionales, nachhaltiges Obst, das ohne Transportwege in den Magen kommt, schätzen lernen. Außerdem haben die alten Obstsorten das Zeug zum „Superfood“: sie sind überaus vitaminreich und selbst Allergiker vertragen traditionelle Sorten besser als die neuen Züchtungen. Getreu dem Motto: One apple a day keeps the doctor away.